Kaminofen richtig heizen und reinigen

Richtig Heizen bedeutet, die Heizleistung so zu optimieren, dass der Energieverbrauch und die Kosten so niedrig wie möglich sind. Das  schont bewusst die Umwelt und Ihren Geldbeutel.  Mit dem geeigneten Brennstoff und dem richtigen Anheizen sind Sie auf dem richtigen Weg, optimal zu Heizen. Die geregelte Luftzirkulation steht dabei im Fokus, sie beeinflusst das Feuer und sorgt für minimale Rauch- und Rußentwicklung. Kaminöfen ergänzen häufig als zusätzliche Feuerstätte, vor und nach der eigentlichen Heizperiode, die zentrale Heizung des Hauses. Durch richtiges Heizen erfüllt er die Erwartungen. „Kaminofen richtig heizen und reinigen“ weiterlesen

Der Ofen zieht nicht – das Feuer geht aus

 „Der Ofen zieht nicht“ ist eine Aussage, die zwar jeder versteht, aber technisch gesehen „falsch“ ist. Korrekt wäre:

der Schornstein zieht nicht oder warum zieht der Kamin nicht

Um das Problem erst gar nicht aufkommen zu lassen, muss die Luftzuführung und die Luftzirkulation optimal funktionieren. Die meisten Störungen, die beim Betrieb eines Kaminofens entstehen, liegen am Schornsteinabzug. In ganz wenigen Fällen ist das Problem an der Feuerstätte zu suchen. „Der Ofen zieht nicht – das Feuer geht aus“ weiterlesen

Welcher Ofen ist der richtige für mich?

Welcher Ofen ist der Richtige für mich? Diese Frage ist nicht pauschal oder schnell beantwortet, doch sind alle Kriterien beachtet und entschieden, kristallisiert sich am Ende der richtige Ofen heraus.  Ich werde Sie Schritt für Schritt durch den „Dschungel“ der  Feuerstätte führen und das Für und Wider erläutern. Doch bevor wir uns mit Vorschriften und Voraussetzungen beschäftigen, sind IHRE Wünsche und Vorstellungen die Basis. Anhand derer schauen wir den Kaminofen genauer an und prüfen die Details, die für Sie relevant sind. Wenn Sie sich für einen neuen Kaminofen kaufen, sollte es für Sie der optimale sein, denn es ist eine Anschaffung für viele Jahre.

Fachliche Beratung in Anspruch nehmen

Nicht nur der Kaminfeger fordert die Einhaltung vorgeschriebener Gesetze, auch für Sie, als Betreiber der Feuerstätte müssen die Voraussetzungen für optimale Heizleistung – bei kostengünstigem Heizen – gegeben sein. Ich empfehle Ihnen eine Beratung durch den zuständigen Schornsteinfeger vor Ort. Er bespricht anhand der baulichen Gegebenheiten, den energetischen Bedarf und die allgemeinen Rahmenbedingungen. Dabei verliert er nie den Blick auf die gesetzlichen Vorschriften. Für Ihre spezifischen Fragen ist er ein kompetenter Ansprechpartner. Seine Einwände und Anregungen sind sehr hilfreich, denn ob Sie den Kaminofen selbst aufstellen oder einen Service zum Aufstellen und Anschließen beauftragen, er ist für die Abnahme des neuen Kaminofens zuständig. Bevor Sie den Ofen in Betrieb nehmen dürfen, benötigen Sie von ihm die Abnahme.  „Welcher Ofen ist der richtige für mich?“ weiterlesen

Wie kann ich den Kaminofen selbst reinigen

Den Kaminofen selbst reinigen ist kein Problem, wenn einige Details beachtet werden! Um dem neuen Status des Ofens gerecht zu werden, sollte er ebenso liebevoll gepflegt werden, wie antike Kommoden oder teure Designermöbel. Denn bereits die Höhe des Anschaffungswerts der exklusiven Feuerstätte steht mit wertvollen Möbelstücken in enger Konkurrenz. Hier entscheidet vor allem die Qualität des Kaminofens über die Höhe des Preises. Das Material und der Werkstoff fließen ebenso bei der Preisgestaltung mit ein, wie ein Top-Design und ein guter Service. Natürlich zeigt sich auch das Know-how und die Technologie des Herstellers im Preis, doch genau das gehört zur sicheren Investition für die persönliche Energiewende. Warum also wird die Pflege des Kaminofens so oft vernachlässigt, oder wird er nur mal kurz abgestaubt? Und was passiert mit dem Innenleben?

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Wie oft muss der Kaminofen gereinigt werden?

Die Reinigung ein- bis zweimal im Jahr ist nicht ausreichend. Mindestens doppelt so viel, wobei es im Winter öfters sein sollte, als im Sommer. Das Warten auf einen Hinweis des Schornsteinfegers muss nicht sein, das können Sie selbst entscheiden. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich der Kaminofen selbst reinigen und ist so der notwendigen – regelmäßigen – Pflege zu unterziehen.

So können Sie den Kaminofen selbst reinigen

Punkt 1:   Die Asche richtig entsorgen

Bevor Sie mit der Kaminofenreinigung beginnen, muss sicher gestellt sein, wie und wo die Asche entsorgt wird

Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte:

  1. Bitte benutzen Sie hierfür einen nicht brennbaren Behälter und sorgen Sie zusätzlich dafür, dass die Asche vollkommen ausgekühlt ist. Die Gefahr, sich durch noch nicht ausgekühlte Asche zu verbrennen ist ebenso groß, wie die allgemeine Brandgefahr beim Hantieren mit heißer Asche.
  2. Besitzt Ihr Kaminofen den Komfort eines Aschenkastens, so ist die Entsorgung problemlos, jedoch sollte er niemals ganz gefüllt werden.
  3. Ist kein Behälter für die Asche vorgesehen, so ist die erkaltete (!) Asche mit einem Handfeger zusammenzukehren und auf einer Kehrschaufel – aus Metall – im Hausmüll zu entsorgen. Um den Kaminofen selbst reinigen zu können und dabei den Haushaltsstaubsauger nicht zu verunreinigen – etwas Ruß bleibt immer am Gerät – eignet sich ein Kamin- und Aschesauger, der keine große Ausgabe darstellt, im Vergleich zum Nutzen.
  4. Die glückliche Besitzer eines Garten können die Asche auch in ihrem Garten verteilen. Er ist für die Erde ein ausgezeichneter Dünger.

Punkt 2:   Den Ofenkorpus reinigen

Wie schon erwähnt, muss auch das Innere des Kaminofens regelmäßig und sorgfältig gepflegt werden. Je nach Ausstattung, Qualität, Material und Bauart ist der Korpus des Ofens mit verschiedenen Materialien ausgestattet:

Naturstein – Metall – Speckstein – Gusseisen – Emaille – Kacheln

Bis auf einen Korpus, sind alle Materialien mit einem feuchten Schwamm (eventuell mit leichter Seifenlaugen) zu säubern und mit einem weichen Lappen nachzureiben. Beim Specksteinofen lässt sich der Staub mit einer weichen Bürste leicht befreien. Handelt es sich mal um gröberen Dreck, verträgt er auch klares Wasser. Spezielle Reinigungsbürsten und ein Staubsauger sind weitere Garanten für eine praxisorientierte Reinigung. Der Handel bietet Glasreiniger für Kaminöfen* an, die meist auf chemischer Basis zusammen gesetzt sind und ganz explizit für Feuerstätten konzipiert sind.

Punkt 3:   Die Kaminscheiben säubern

Auf diesen Punkt bin ich in einem früheren Artikel bereits sehr ausführlich eingegangen. Wenn diese 5 Faktoren berücksichtigt werden und die Reinigen nach Empfehlung ausgeführt wird, ist der klare Blick auf die lodernden Flammen stets gewährleistet. Ein wunderbares Ergebnis, das dem geringen Arbeitseinsatz mehr als gerecht wird.

Nach wie vor ist das alte Hausmittel, mit Zeitung und Asche das Glas von innen zu reinigen, eine durchaus mögliche Methode, doch ist es eben nicht mehr zeitgemäß und vor allem bei der geringsten Feuchtigkeit eine üble „Drecklerei“. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an Reinigungsprodukte an, die einfach und sauber zum Erfolg führen. Ein spezielles Spray wird auf die Glasfläche von innen gesprüht und mit einem Haushaltspapier ist der Ruß nun einfach abzunehmen. Selbstverständlich freuen sich Ihre Hände, wenn Sie vorsichtshalber Vileda griffige Reinigungshandschuhe* tragen. Die Chemikalien schaden der Haut und rauhen sie auf, so dass sich der Russ tief festsetzen kann und schwer zu entfernen ist.

Punkt 4:   Das Äußere des Kaminofens

Hochwertige Feuerstätten besitzen eine pflegeleichte Oberfläche: Keramik, Speckstein, Sandstein oder Glas. Diese Materialien werden mit einer leichten Seifenlauge abgewischt und mit einem weichen Tuch trocken gerieben. Mikrofasertücher empfehle ich nicht, denn auf sehr empfindlichen Oberflächen –  wie zum Beispiel Hochglazlack –  können dadurch leichte Kratzer entstehen. Sie sind zwar nur bei entsprechendem Licht zu sehen sind, doch es ist besser, das Risiko zu umgehen.

Ist die Oberfläche aus einfachem Material, was deshalb nicht minderwertig aussehen muss, ist ebenfalls die Seifenlauge das geeignete Mittel zur Pflege. Für Metall, das geschwärzt und matt ist, möchte ich Ihnen ein unparfümiertes Baby Pflege-Öl* als Option empfehlen, das jedoch an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden muss. Es ist ein sehr gutes Mittel, um die Oberflächen nicht nur zu reinigen, sondern das Material mit einem leichten Seidenglanz aufzuwerten. Das Testen an einer nicht sichtbaren Stelle ist jedoch absolute Voraussetzung, denn das Öl sollte nicht nur reinigen, der Glanz muss auch gefallen. Das Babyöl hat den Vorteil gegenüber anderen Ölen, dass bei Erhitzung keine schädlichen Dämpfe entstehen. Wenn Sie ganz professionell vorgehen möchten, dann ist ein Schmied Ihr Ansprechpartner. Er wird Ihnen fachmännische Tipps geben, wie er seine Schmiedearbeiten pflegt.

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Fazit

Nach diesen 4 Punkten ist für Sie das Thema „Kaminofen selbst reinigen“ auch schon erledigt. Nun noch den Kaminofen richtig anheizen und das flackernde Feuer genießen. Ihr Kaminofen wirkt wie neu und mit dem klaren Blick auf die lodernden Flammen ist die Arbeit der Reinigung bereits vergessen.

Wie den Kaminofen selbst aufstellen

Den Kaminofen selbst aufstellen und anschließen ist prinzipiell kein Problem.

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Den Kaminofen selbst aufstellen?  Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Benutzen Sie die angebotenen Einbausätze der Herstellerfirmen.
  • Wird die Schornsteinanlage neu erstellt, so ist eine Bemessung des Schornsteinquerschnitts gem. DIN  EN 13384 vorzunehmen bzw. nachzuweisen?
  • Wie ist der Boden geschaffen, auf den Sie den Kaminofen aufstellen? Sollte er nicht aus Stein, Keramik oder Beton bestehen, muss eine feuerfeste Bodenplatte unter den Ofen angebracht werden.
  • Die Rauchanschlüsse sowie die Reinigungsmöglichkeiten sollte zu diesem Zeitpunkt bereits geklärt sein.

Natürlich gibt es Situationen, in denen ich empfehlen möchte, dass der Anschluss und die Aufstellung der Feuerstätte durch einen Fachbetrieb ausgeführt wird.

 

Kaminofen selbst aufstellen: Das Schornsteinsystem beachten

  • Handelt es sich um einen Schornstein aus Ziegelsteinen, so ist die Öffnung für das doppelwandige Futterrohr entlang der perforierte Linie, eine kreisförmige Anordnung von Bohrlöchern, mit einem Meisel auszustemmen.
  • Handelt es sich um Schornsteinanlagen mit keramischen Einsätzen z. B. LAS System, so sind die vom Hersteller vorgesehene Einbausätze zu verwenden.

 

Eine Bodenplatte schützt den Fußboden

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Wird der Kaminofen auf einen leicht brennbare Fußboden gestellt, ist eine Bodenplatte unter dem Ofen Pflicht. Bei Stein- oder Keramikplatten wird das nicht gefordert, jedoch ist es auch hier nützlich und schön, den Kaminofen auf eine Platte zu setzen. So werden vor allem die Fugen geschützt und der Schmutz kann schnell und sauber beseitigt werden. Die Bodenplatten bestehen aus verschiedenen Materialien, die Sie nach Bedarf auswählen können. Platten aus Stein, Edelstahl und Glas* sind die Favoriten, wobei schwarzes Blech* ebenso gut aussieht und in der Anschaffung günstiger ist. Diese Bodenplatten stehen nicht nur in verschiedenen Materialien zur Verfügung, auch unterschiedliche Größen und Formen sind im Fachhandel erhältlich. Individuelle Anfertigungen führen entsprechende Handwerksbetriebe durch. Wichtig ist, dass das vorgeschriebene Abmaß eingehalten wird. Vor dem Ofen müssen 50 cm des Bodens abgedeckt sein und an den Seiten 30 cm, die ab der inneren Wand des Feuerraums gemessen werden.

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Ich möchte Ihnen empfehlen, den Rat des Schornsteinfegers einzuholen, bevor Sie den Kaminofen aufstellen. Er kann Ihnen auch die Maße nennen, die Sie einhalten müssen, wenn es um den Abstand von Wand, Decke und Einrichtungsgegenstände geht.

 

Voraussetzungen, die VOR der Inbetriebnahme zu erfüllen sind

  • Vor der Inbetriebnahme ist es wichtig – und darf nicht vernachlässigt werden – dass die Feuerstätte, mit den techn. Daten, dem bevollmächtigten Schornsteinfeger angezeigt werden.(TAF Blatt)
  • Unabhängig davon, ob Sie den Kaminofen selbst aufstellen oder sich von einem Fachmann den Kaminofen aufstellen lassen, muss – der für sie zuständige bevollmächtigte Schornsteinfegermeister – jede neu erstellte Feuerstätte vor Inbetriebnahme baurechtlich abnehmen und die sichere Benutzbarkeit assistieren.
  • Er achtet bei der Feuerstättenabnahme auf:
    • die Einhaltung der Abgaswerte
    • den richtigen Schornsteinquerschnitt
    • und kontrolliert die Sicherheitsabstände zu den Bauteilen
  • Die dauerwirksame Zuluft für die Verbrennung hat für ihn äußerste Priorität. Sie ist die Voraussetzung für die sichere Benutzbarkeit der Feuerstätte.( kontrollierte Raumluftversorgung / Dunstabzugshaube)

Die neue Bayerische Bauordnung von 2008

Seit 2008 ist in Bayern eine neue Bauordnung in Kraft getreten, in der die Inbetriebnahme von Feuerstätten neu geregelt wurde.

Die wesentlichen Punkte lauten, dass alle Änderungen an Feuerstätten und Feuerungsanlagen VOR INBETRIEBNAHME dem Bezirkskaminkehrermeister mitgeteilt werden müssen. Er muss überprüfen, ob …

  1. … die Eignung und Erstellung der Feuerstätte dem Baurecht entspricht
  2. … die Aufstellbedingungen der Feuerstätte (Ofen) erfüllt sind
  3. … die Abgasanlage korrekt errichtet wurde
  4. … die Abgasanlage der Tauglichkeitsüberprüfung entspricht
  5. … die Abgasanlage für die sichere Benutzbbarkeit erstellt wurde

 

Für Ihre Sicherheit:

  • Bei Dunstabzugshaube mit externer Abluft muss ein Funkkontaktschalter am Küchenfenster vorhanden sein. Energetisch vorteilhafter ist der Einbau eines Luftdruckwächter.
  • Bei Betrieb einer kontrollierten Wohnraumbelüftung muss eine Unterdrucküberwachung in der Lüftungsanlage vorhanden sein.
  • Ich empfehle Ihnen auch hier, vor dem Kauf eines Kaminofens, den zuständigen bevollmächtigten Schornsteinfegermeister zu konsultieren, mit ihm einen Termin zu vereinbaren und vor Ort alle anstehenden Fragen zu klären. Vorschriften und Verordnungen können so im Vorfeld berücksichtigt werden.
  • Bei der Installierung einer raumluftunabhängige Feuerstätte mit der zugehörigen Zuluftleitung – i. V. mit der erteilten Zulassung – erübrigt sich jegliche Sicherheitseinrichtung.

 

Experten-Tipp:

Bevor Sie den Kaminofen auf die Boden-Glasplatte stellen, unterlegen sie einfache Filzgleiter* , bevor Sie den Ofen aufstellen. Dadurch lässt sich der Ofen leicht verschieben und Sie vermeiden Kratzer. Wenn Sie die Angaben beachten, etwas handwerkliches Geschick besitzen und ein wenig technisch begabt sind, ist es kein Problem, dass Sie Ihren neuen Kaminofen selbst aufstellen.

Welche Heizleistung ist erforderlich

für umweltfreundliches Heizen.

Um den Wärmebedarf Ihres Hauses zu ermitteln, können Sie folgende Faustformel einsetzen:

1 kW = 1000 Watt Ofenleistung pro

10 – 15 qm zu beheizender Wohnfläche bei einer Raumhöhe von ca. 2,50 m.

 

 

Für die Bemessung der kW-Leistung der Feuerstätte ist auch die Wärmedämmung der einzelnen Bauteile zu berücksichtigen (Fenster, Wände, Dach), i.V. mit den U-Werten. Zu beachten ist, dass die Heizleistung des Ofens ausreichend, jedoch nicht überdimensioniert sein sollte. Effiziente Feuerstätten sind technisch so ausgestattet, dass die Heizleistung(KW) durch die Bedienungen der Luftklappen (Primär-Sekundär-Teritärluftzuführung) geregelt werden kann. Durch die Quantität des Brennstoffes sind die persönlichen Bedürfnisse zu beeinflussen.

Beispiel:

Pro qm werden 60 Watt Heizleistung benötigt. Z.B. Wenn die zu beheizende Wohnfläche 100 qm beträgt, bei einem Bedarf von 60 Watt:

100 x 60 = 6.000 Watt bzw. 6 KW

=

die erforderliche Ofenleistung/Stunde.

Wird die Heizleistung überdimensioniert, gibt der Ofen nicht benötigte Wärme ab und muss gedrosselt werden, um ein angenehmes Raumklima zu erreichen.

Daraus resultiert, dass der Ofen nicht die notwendige Feuerraumtemperatur von mind. ca. 500 – 800° C erreicht und das Holz bzw. die Holzgase nicht optimal bzw. unvollständig verbrannt werden. Wenn das Brennmaterial nicht optimal verbrennt, ist der Heizwert des Brennstoffes gemindert.

Als Konsequenz:

  1. mögliche Glanzrußbildung
  2. verrußen der Kaminscheiben
  3. vermehrte Rußablagerungen im Ofen und Schornstein
  4. hohe Emissionswerte
  5. starke Aschenrückstände
  6. unbefriedigend Gesamtergebnis

Wichtig: Es ist darauf zu achten, dass die Eintrittstemperatur der Rauchgase in den Schornstein ca. 180 – 200° C beträgt, um einen Schornsteinzug  bzw. Förderdruck von ca. 12 Pascal zu erreichen.

Über die Luftzufuhr i.V. mit der Quantität des Brennstoffes, kann die Heizleistung, je nach Bedarf des Betreibers, problemlos beeinflusst werden.

Diese Bedienungsart ist nur bei Feuerstätten möglich, die nach dem neusten Stand der Technik konstruiert und ausgestattet sind.

Die Drosselklappe: eine komfortable Einrichtung

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Mit der Drosselklappe im Verbindungsstück  – von der Feuerstätte zum Schornstein – ist der Förderdruck im Kamin direkt beeinflussbar. Wurde dieser auf Grund des Einbaus richtig eingestellt, ist ein optimaler energetischer Nutzen zu erreichen. Ein kleiner Umbau mit großer Wirkung.

 

Im Verbindungsstück zum Schornstein

Mit dem Einbau einer Klappe im Verbindungsstück* ist das Brennverhalten in der Feuerstätte – je nach Bedarf  – über die Flammenbildung zu beeinflussen. Die Flamme ist der sichtbare Indikator für das Brennverhalten.

Schornsteine – oder Abgasleitungen –  die direkt auf der Feuerstätte integriert sind, ist die geschlossene Drosselklappe nicht nur wünschenswert, sondern bei nicht Benutzung der Feuerstätte unabdingbar. Sie ist der notwendige Schutz gegen Wind, Witterung und allen thermischen Einflüssen. Ist die Ausbrandphase beendet, sind komfortable Klappen mit einem Mechanismus ausgestattet, mit der die Öffnung zu verschließen ist.  Hiermit wird eine schnelle Auskühlung der Feuerstätte sowie der rauchgasführenden Teile verhindert. Somit ist die Drosselklappe ein Beitrag für energetisches und umweltbewusstes Heizen.

 

Einbau des Verbindungsstücks

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Beim Einbau eines Verbindungsstücks ist darauf zu achten, dass eine Drosselklappe integriert ist. Sie reduziert – je nach Brennverhalten – den freien Querschnitt im Rauchrohr um ca. 75 %.

 

Ist die Drosselklappe geschlossen?

Bei Inbetriebnahme der Feuerstätte oder bevor Sie den Ofen mit Holz beschicken, ist darauf zu achten, dass eine vorgenommene Drosselung durch die Klappe, wieder aufzuheben ist. Wird dies versäumt, so ist beim Öffnen der Feuerraumtür im Betriebszustand, mit Rauch-, Ruß- und Geruchsbelästigung zu rechnen. Spätestens wenn die Scheibe der Feuerraumtür mit Ruß beschlagen ist, muss die Drosselklappe unverzüglich geöffnet werden.

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Wie soll ich den Kaminofen richtig anheizen

Heizkamin FeuerRichtig anheizen bedeutet mit der kostbaren Energie bewusst umzugehen und dabei spürbar die Kosten zu senken und umweltfreundlich zu heizen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Zusatzfeuerstätte korrekt beschickt und das richtige Anheizen – mit dem „Anfeuerungsmodul“ – beachtet wird. Die Vorgaben des Herstellers sind zu beachten und das Brennholz sollte gut ausgewählt und bestens gelagert sein. Laubhölzer sind die Favoriten und Pellets die moderne Variante der Holzscheite. „Wie soll ich den Kaminofen richtig anheizen“ weiterlesen

5 Faktoren für saubere Kaminscheiben

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Vor einem offenen Feuer zu sitzen ist nicht nur romantisch, es ist vor allem ein Gefühl von Gemütlichkeit. Doch nicht immer ist es möglich eine Feuerstätte zu besitzen, die uns das Feuer offen präsentiert. Das hat verschiedene Gründe, doch die zwei wichtigsten sind die Feuersicherheit und das neue Bewusstsein im Umgang mit der Energie. Der Gesetzgeber hat hier sehr schnell reagiert und schreibt vor, dass der offene Kamin nur noch wenige Male im Jahr beheizt werden darf. Das entspricht nicht nur unserem Energiebewusstsein, es ist vor allem die Effizenz – bei einem Wirkungsgrad von unter 20% – die sich in den Kosten wiederspiegelt. Die Energie geht ungenutzt durch den Kamin und die Emission ist dadurch zu hoch. Ein verständlicher Grund, warum Kaminöfen mit Sichtscheiben immer beliebter werden. Die Hersteller von Kaminöfen achten immer mehr auf ein großes Sichtfenster, damit das Feuer deutlich zu sehen ist und so das romantische Ambiente entsteht, das an den offenen Kamin erinnert. Das lodernde Feuer so zu beobachten und dazu den Verbrennungsablauf kontrollieren zu können, lässt keinen Zweifel aufkommen, die richtige Feuerstätte gewählt zu haben. Doch was ist, wenn bei angenehmer gemütlicher Wärme das Feuer kaum zu sehen ist und statt dessen der Blick auf eine verschmutzte und verrußte Scheiben fällt? In diesem Augenblick ist es natürlich ein großes Ärgernis, weil sich das Problem nicht schnell beheben lässt.

Damit diese Situation nicht eintritt ist es wichtig, bereits im Vorfeld die 5 wichtigsten Faktoren zu berücksichtigt.

 

1.  Konstruktion

Die Konstruktion einer Feuerstätte stellt an die technische Entwickler sehr hohe Anforderungen, denn der Komfort ist heute nicht mehr auf Wärme und Design reduziert. Bei hochwertigen Öfen ist die Kombination von technischem Know-how und luxuriösen Details gefragt. Selbstverständlich muss die Nachhaltigkeit erkennbar sein. In Feuerstätten dieser Klasse steckt inzwischen Spitzentechnologie und  „saubere Kaminscheiben“ ist heute keine Problem mehr. Es bedarf nur noch der Beachtung äußerlicher Einflüsse und der richtigen Bedienung des Betreibers.

Die Verbrennungszuluftführung im Ofen sollte so ausgeführt sein, dass die Luft vor der Scheibe einströmt und so das Anlagern von Ruß und Staub verhindert oder zumindest reduziert wird.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wie sind die Kaminscheiben verarbeitet?

Wie ist das Türprofil konstruiert?

Wie verläuft die Scheibenführung?

Eine absolute Dichtigkeit muss gewährleistet sein, damit der Schutzschirm nicht gestört wird und sich keine Rußfahnen bilden können.
 
Welche Bedeutung hat die Form der Scheibe?

Die Geometrie hat einen sehr großen Einfluss auf die Sauberkeit des Glases. So sind gerade, umgebogene und kleine Scheiben länger und leichter sauber zu halten, als gebogene und großflächige Sichtscheiben. Ebenso schwierig verhält es sich mit mehrseitige Glaskonstruktionen, wie Eck- und Panorama-Kamine, denn die turbulenten Strömungsverläufe sind besonders in Eckbereichen anzutreffen und müssen häufig gereinigt werden.

 

2.  Schornstein – Unterdruck

Ein zu hoher oder zu niederer Schornsteinunterdruck lässt sich durch die einstellbaren Verbrennungsluftöffnungen nicht kompensieren. Bei diesen Randbedingungen stellen sich Strömungsverhältnisse ein, die zur vermehrten Rußablagerungen führen. Ist der Unterdruck zu gering, wird nicht nur die Verbrennungsluft ungenügend angesaugt, sondern auch die Scheibenspülluft zu schwach „eingeblasen“.

Ist jedoch der Unterdruck zu stark, zieht der anstehende „Sog“, die oben einströmende Scheibenspülluft unmittelbar in den Kuppelbereich. Die Scheibenspülluft kann nicht über die Scheibe nach unten abströmen und ihre Schutzwirkung entfalten. In beiden Fällen ergibt sich eine unregelmäßige Verbrennung. Daraus resultiert, dass sich die unverbrannten Gaspartikel an der Kaminscheibe ansetzen. Mit dieser Ablagerung ist die Scheibe bereits verschmutzt. 

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Mit wenigen technischen Maßnahmen können die gewünschten Rahmenbedingungen optimiert werden:

Durch den Einbau eines Zugreglers wird die Scheibenspülung verbessert. Lediglich witterungsbedingt Einflüsse müssen akzeptiert werden.

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Zugbegrenzer sind selbsttätig arbeitende Nebenluftvorrichtungen gem. DIN 4795. Sie werden bei zu starkem Unterdruck im Kamin bzw. zu starker Auftrieb angewandt. Hierfür können Witterungseinflüsse oder falsch dimensionierte Schornsteinquerschnitte verantwortlich sein. Zusätzlich eignen sich Zugbegrenzer zur Durchlüftung von Schornsteins und deren Austrocknung.
In der DIN 4795 werden folgende konstruktive Vorgaben gemacht:
a) Es wird eine Arretierung der Pendelklappe in geschlossener Stellung vorgeschrieben (daher keine Rußbelästigung beim Kehren).
b) Zugbegrenzer müssen in Geschlossenstellung ausreichend gas- und rußdicht sein.
c) Zusätzlich wird eine bestimmte Korrosionsbeständigkeit sowie eine Temperaturbeständigkeit (900° C) vorgeschrieben.

3.  Holzfeuchte      4.  Holzmenge         5.  Bedienung

Die Qualität und Menge des Brennstoffes hat einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit der Scheiben. Eine Grundvoraussetzung ist das Heizen mit trockenem Brennholz, das höchstens eine Restfeuchte von unter 20% haben darf. Wenn diese Vorgabe berücksichtigt und auf die empfohlene Füllmenge geachtet wird, stellen sich die erforderlichen Temperaturen und Strömungs-Bedingungen ein, die für die Scheibenanspülung notwendig sind. Sollten die Temperaturen im Brennraum zu gering sein, so kondensieren die Heizgase an den kalten Scheiben.

Das Verrußen und Verschmutzen der Scheiben ist damit vorprogrammiert und zusammen mit der Feuchtigkeit am Glas, entsteht eine unansehliche Verschmutzung der Kaminscheiben.

Nicht unerwähnt darf das richtige Anheizen und der Abbrand bleiben. Hier ist eine bestimmungsgemäße Betriebsweise entscheidend. Wird die Feuerstätte von verschiedenen Personen bedient, so ist eine Verbrennungsluftautomatisation empfehlenswert. Diese garantiert eine optimale Regulierung der Verbrennungsluft, schließt eine Fehlbedienung aus und gewährleistet saubere Kaminscheiben.