Kaminofen richtig heizen und reinigen

Den Kaminofen richtig Heizen muss gelernt sein, damit nicht nur die Heizleistung optimiert ist, sondern auch die Freude am Kaminofen erhalten bleibt. Mit dem geeigneten Brennstoff und dem richtigen Anheizen beginnt das „Feuermachen“. Die geregelte Luftzirkulation steht dabei im Fokus, da es das Feuer so beeinflusst, dass sich kein Rauch und Ruß entwickelt.
richtig heizen
@Spartherm – Kaminofen

Richtiges Kaminofen heizen mit dem geeigneten Brennstoff

Das umweltfreundliche Denken hat auch das Heizen des Kaminofens komplett verändert. War es doch selbstverständlich, auch mal Papier oder Pappe zu verbrennen, so ist das heute fern ab jeglicher Toleranz. Ganz im Gegenteil, das Brenngut muss qualitativ hochwertig sein. Sei es das einfache Brennholz, die klassischen Holzscheiten oder die gepressten Pellets. Ungeeignete Brennstoffe sorgen für eine enorme Emissionsbelastung und verstärkten die Rußentwicklung.  Daraus wiederum resultiert ein unerwünschter Energieverlust. Vom falschem Brennmaterial hat sich im Schornstein Ruß – auch Glanzruß genannt – abgelagert.



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Zum richtigen Heizen gehört viel Luft

Bereits beim Anheizen ist die richtige Luftzufuhr entscheidend, wie schnell das Holz brennt. Wenn das Feuer entfacht ist, braucht es viel Luft, um sicher zu brennen. Erst dann darf die Luftzufuhr gezügelt werden, jedoch nur um ca. 2/3. Niemals ganz! So werden die Brennstoffe optimal verbrannt und entspricht so den Empfehlungen für energetisches Heizen. Die Kaminscheibe ist mit ein Gradmesser dafür, ob Sie richtig heizen. Wenn sich Ruß an der Kaminscheibe abgesetzt hat, war die Luftzuführung nicht ausreichend, oder sie wurde zu früh abgestellt. Der Kaminofen wird meist als zusätzliche Feuerstätte betrieben. Sei es vor und nach der eigentlichen Heizperiode oder als Ergänzung. Auch der wasserführende Kaminofen ist eine willkommene Unterstützung zur Heizungsanlage, allerdings eignet er sich nicht als Hauptheizung.

 

Wie den Kaminofen selbst reinigen?

Um den Ofen richtig heizen zu können, gehört das regelmäßige und vor allem das richtige Reinigen dazu. Dabei geht es in erster Linie um die Funktion des Ofens, doch ist der Kaminofen nicht nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern auch ein Teil Ihrer Wohnung, der gepflegt sein muss.

Optimales Brennholz, das gut gelagert trocknen konnte, hinterlässt wenig Asche. Der Ofen muss also nicht nach jedem Heizen gesäubert werden. im Gegenteil:

Ein kleines Aschebett fördert den guten Abbrand des Holzes.

Anders verhält es sich mit den Kaminscheiben. Ein wenig Ruß setzt sich immer ab und schon kleine Verschmutzungen stören. In einem weiteren Artikel beschreibe ich, wie Sie wieder saubere Scheiben erhalten. Sollte jedoch das Glas stark verrußt sein, so muss die Luftzufuhr während des Brennvorgangs überprüft werden.

Das sind die drei wesentlichen Punkte, auf die Sie achten müssen, im Ihren Ofen selbst reinigen zu können.

 

Der Ofen zieht nicht…

 „Der Ofen zieht nicht“ ist eine Aussage, die zwar jeder versteht, aber technisch gesehen „falsch“ ist. Korrekt wäre:

der Schornstein zieht nicht oder der Kamin zieht nicht…

Um das Problem erst gar nicht aufkommen zu lassen, muss die Luftzuführung und die Luftzirkulation optimal funktionieren. Die meisten Störungen, die beim Betrieb eines Kaminofens entstehen, liegen am Schornsteinabzug. In ganz wenigen Fällen ist das Problem an der Feuerstätte zu suchen.

Geregelte Zugverhältnisse im Feuerungsraum sorgen nicht nur für eine effiziente Heizleistung und eine saubere Verbrennung, sondern auch für eine funktionierende Scheibenspülung.

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Der Schornstein oder Ofen zieht nicht:

Dieser baut durch seine Auftriebskraft einen Unterdruck auf, der so den notwendigen Sauerstoff in den Feuerraum zieht, der für den Verbrennungsvorgang benötigt wird. Der Rauch zieht bei dieser Aktion durch den Kamin ab.

 

Die 3 wichtigsten Faktoren!

1. Ist der Schornstein kalt ?

2. Ist die Wohnung zu dicht ?

3. Stört der Wind den Zug im Kamin ?

1. Ist der Schornstein zu kalt

Vor allem in der Übergangszeit, in der oft die Außentemperatur noch zu hoch ist, treten die Probleme mit dem Schornsteinzug auf. Um einen guten Auftrieb zu erhalten, sollte der Temperaturunterschied zwischen Rauchgas und Außentemperatur nicht zu gering sein. Das heißt, je kälter es draußen ist, um so eher zieht der Kamin richtig ab. Jedoch wird der Auftrieb im Schornstein von vielen Faktoren beeinflusst. Zu warme Außenluft, starke Sonneneinstrahlung oder ungünstige Windströmung, die an der Schornsteinmündung ankommt, können ebenso „schuld“ sein, wie ein langer Betriebsstillstand der Feuerungsanlage. Hier ist die Luftsäule im Kamin meist kälter als die Außenluft. Beim Versuch, den Kamin unter diesen Umständen anzuzünden, schlagen die Rauchgase in den Feuerungsraum zurück und ersticken nebenbei auch noch die Flamme. Die unschöne Begleiterscheinung ist dabei das Verrußen der Glasscheibe. Hier hilft ein kleiner Trick: Eine große Flamme wird im Kamin gezündet, um den Schornstein schnellstens zu erwärmen. Damit wird der richtige Auftrieb herstellt und das Problem ist gelöst, der „Ofen zieht“ wieder und saubere Kaminscheiben bleiben rußfrei. Doch Achtung, nur mit einem Streichholz ist diese Wirkung nicht zu erzielen – es muss schon eine große Flamme sein.

2. Ist die Wohnung zu dicht

Dass die Räume zu dicht sind, ist ein ganz neues Problem, das erst in der heutigen Zeit – auf Grund der Energieeinsparungen – aufgetreten ist. Durch die gute Wärmedämmung der Wände, durch optimal abgedichtete Fenster und gut isolierte Dächer, kann die Feuerstätte nicht genügend Luft zur Verbrennung anziehen. In der Wohnung, wie auch im Kamin entsteht ein Unterdruck und das Feuer geht wieder aus.

  • Gerade in der Anheizphase kommen oft zwei Komponente zusammen, die dazu führen, dass der Kamin nicht zieht.
  • Zu dichte Räume, die z. B. durch eine gut abgedichtete Gebäudehülle entsteht
  • Die zu geringe Differenz zwischen Rauchgassäule im Kamin und der Außenlufttemperatur
  • Beim Kaminofen anheizen ist der Zug im Kamin am schwächsten und erst wenn sich der Schornstein erwärmt hat, erhöht sich auch die Saugkraft.

Es ist ratsam, eine dauer-wirksame Zuluft zu gewährleisten. Aber vor allem, wenn der Ofen in einem Raum steht, der mit der Küche verbunden ist – z. B, in offenen Wohnräumen –  ist es nicht nur ratsam, sondern eine Pflichtvorgabe, die nachzuweisen ist.

3. Stört der Wind den Zug im Kamin

Wenn der Zug im Schornstein vom Wind beeinträchtigt ist – den Schornsteinzug also stört – so ist dies in erster Linie davon abhängig, ob die Schornsteinmündung im freien Windstrom liegt. Das bedeutet, dass die Höhe des Schornsteins entscheidet, ob der Wind ungehindert an ihm vorbei ziehen kann. Ein Problem das häufig auftritt, wenn der Kamin zu nieder gebaut wurde. Leider wird dies zu wenig berücksichtigt. In meiner Praxis hat die Höhe des Schornstein – und die Bemessung des Schornsteinquerschnitts – immer die 1. Priorität, um das Problem zu fixieren.

Eine fachmännische Beratung des Schornsteinfegers wird klären, ob eine Schornsteinverlängerung* die erwünschte Wirkung bringt. Es wäre eine kostengünstige und einfache Lösung für das Problem: „der Ofen zieht nicht“! Und vor allem mit einem zufriedenstellenden Ergebnis. Die Verlängerung wird durch einen Kaminaufsatz erreicht, der aus hochwertigem Edelstahl gefertigt ist.

Er wird zur Erhöhung des Schornsteins an der Schornsteinmündung aufgesetzt und befestigt. Die Industrie bietet verschiedene Modelle an, von einfachen Varianten bis hochwertigem Hightech. Dass die Bauvorgaben hierfür beachtet werden müssen und der fachmännische Rat eingeholt werden muss,  ist die Voraussetzung der Schornstein- und Kaminveränderung.

Praxis-Tipps

  • Wenn Sie den Feuerraum zum Nachlegen öffnen, darf die Tür zunächst nur einen kleinen Spalt offen sein. Erst nach einer kleinen Wartezeit die Ofentür langsam öffnen, jedoch nur so weit, um das Holz bequem nachlegen zu können.
  • Das Holz sollte im Brennraum so weit wie möglich in den hinteren Bereich des Feuerraum platziert werden – und zwar quer. Benutzen Sie hierfür ein geeignetes Kaminbesteck und achten Sie auf Ihre Kleidung.
  • Haben Sie die Drosselklappe eingebaut und der Ofen zieht nicht? Dann überprüfen Sie die Position, ob sie geöffnet ist.
  • Wer ganz sicher gehen möchte, sollte den Rauchgasabzug senkrecht planen. Es ist nicht nur eine elegante, sondern auch eine technisch vorteilhafte Lösung, damit der Kamin problemlos zieht.
  • Doch egal, ob das Verbindungsstück vom Ofen zum Schornstein senkrecht oder nach hinten verläuft, stellen Sie sicher, dass es sauber und frei ist. Manchmal hilft schon eine einfache Rohrbürste.

 

 

Welcher Ofen ist der richtige für mich?

Der richtige Ofen muss geplant werden

Welcher Ofen ist der Richtige? Eine Frage, die wir hier beantworten werden. Sie haben zwar einen geeigneten Platz für die neue Feuerstätte gefunden, doch ist es auch die richtige Stelle für den Ofen? Wir stellen Ihnen die verschiedenen Feuerstätten vor und besprechen, für welchen Bedarf sie geeignet sind.

Der klassische Kaminofen, gerne auch Holzofen genannt! 

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Der Holz- oder Kaminofen ist in fast jedem Haus zu finden. Mal als zusätzliche Feuerstätte, mal als Wärmespender für kleiner Räume. Das Design kann korrekt Ihren Wünschen entsprechen. Rund und modern, oder eckig und rustikal oder freistehend im Interior-Stil. Er wird direkt vor Ort mit Holz bestückt und angefeuert. Da er meist in Wohnräumen steht, ist das richtige Anheizen von großer Bedeutung. Der Ofen soll schnell angeheizt sein, nicht qualmen und vor allem schnell warm werden.

Die Kaminkassette oder Heizkassette, um den offenen Kamin umzurüsten?

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Die Kaminkassette ist für mich die innovativste Technik der letzten Jahre, wenn es um Energie und Umwelt geht. In den 70 er Jahre war es modern, dass das neue Haus mit einem offenen Kamin ausgestattet war. Ein wenig Romantik beim Knistern des Feuers und oft auch nur Sehnsucht nach der Gemütlichkeit des offenen Feuers. Es war ein Touch von Stil und Nobeless, einen offenen Kamin im Haus zu haben. Erst durch das neue Energiebewusstsein ist die offene Feuerstätte ins Hintertreffen geraten. Doch nur, bis die Kaminkassette „erfunden“ wurde. Mit dieser Heizkassette, wie sie auch genannt wird, können Sie den offenen Kamin umbauen und mit wesentlich mehr Effizienz heizen.

 

Ein innovativer Heizkamin -die luxuriöse Ausführung des offenen Kamins!

welcher ofen ist der richtigeDer erste Schritt zum modernen Heizkamin ist die Planung. Hier werden die Wünsche besprochen und realistisch umgesetzt. Denn nun sind nicht nur die Wunsch-Details relevant, nun müssen auch die vorgegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Der Heizkamin wird als kompakte Einheit an den Kamin angeschlossen und anschließend nach Ihren Wünschen umbaut. ( Im Gegensatz zur Kaminkassette, sie muss in die vorhandenen Kaminöffnung eingebaut werden.) Die Feuersicherheit hat bereits bei der Planung oberste Priorität und muss in die Hände eines Fachmanns gegeben werden. Das bedeutet, dass der Schornsteinfeger zur Planbesprechung der Feuerstätten hinzugezogen werden muss. Nicht nur seine fachkundiges Erfahrung ist wertvoll, vor allem richtet er seine Maßstäbe nach dem vorgegebenen Gesetz aus. Seinen Vorschlägen sind stets eine Empfehlung, da Sie bei ihm – nach der Erstellung der Feuerstätte – die Freigabe beantragen müssen.

 

Die wichtigsten Rahmenbedingungen:

  • Ist ein Kamin bereits vorhanden oder soll als perfekte Alternative ein Edelstahlkamin* errichten werden?
  • Wo kann an den bestehenden Schornstein angeschlossen werden? Daraus ergibt sich automatisch der Platz für den Ofen.
  • Bei einem neu zu erstellenden Außenkamin, meist aus Edelstahl, muss der beste Platz genutzt werden und danach richtet sich dann natürlich der Standort des Ofens.

 

Welcher Ofen ist der Richtige?

Art der Feuerstätte:

Auswahl des Brennstoffs:

Festlegung der Heizleistung:

Die Faustregel: Mit 1-2 kW = ca. 10 Quadratmeter beheizen

Modellauswahl – Welche Stellfläche ist vorgegeben?

  • – Wandmodell oder Eckausführung
  • – Raumteiler mit Durchblick
  • – Einzelfeuerstätte

Gestaltung durch Materialeinsatz:

  • – Kacheln 
  • – Putz 
  • – Lehm

Der Kaminofen

Der Kaminofen sorgt in kürzester Zeit für spürbare Wärme und versetzt den Wohnraum, mit dem Blick auf das loderndes Feuer, in eine romantische Atmosphäre. Auch die Technik des Kaminofens überzeugt durch die effektive Verbrennung. Ein weiterer Punkt stellt das Sichtfenster im Kaminofen dar. Das Flammenspiel ist durch die Glasscheibe so zu beobachten, wie es früher nur bei offenen Feuerstätten möglich war.

Überwiegend wird der Kaminofen mit Holz bestückt und ist damit der ideale Ofen nicht nur in der Übergangszeit. Die Auswahl der Modelle ist extrem groß und unterscheidet sich je nach Hersteller, Material, Aussehen und Größe. Ebenso verhält es sich mit der Preisspanne. Die Auswahl ist nicht einfach, wenn es darum geht zu entscheiden, welcher Ofen ist der richtige für Sie. Sicherlich werden Kaminöfen unter 1.000 Euro angeboten, doch muss das gut überlegt sein. Es sollte nicht nur eine Anschaffung fürs Leben sein, auch die Heizleistung und Energiekosten leiden unter minderwertigen Werkstoffen und Materialien.
Doch es ist eine Entscheidung, die darauf basiert, welchen Zweck dieser Ofen erfüllen soll. Für untergeordnete Räume erfüllen einfache Kaminöfen ihren Zweck. Eine ganz besondere Variante sind die sogenannten Werkstattöfen*. Diese rustikalen Kaminöfen wurden für die Blockhütten in der kanadischen Kälte konstruiert. Durch individuellen Umbau und Blick für außergewöhnliches Design, entsteht ein moderner Ofen, der besonders für Ateliers, offene Wohnräume oder Studios geeignet ist.

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  • Kamin aus Gusseisen
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  • Abgerundetes Teefach
  • Max. Raumheizvermögen bei Zeitbrand 116 m³
  • Ein Hingucker in jedem Wohnraum

Der klassische Heizkamin

Der klassische Heizkamin ist die richtige Wahl für Liebhaber des offenen Feuers, die jedoch besonderen Wert darauf legen, dass der Brennraum durch eine Glasscheibe geschützt ist. Es ist eine sehr gute Entscheidung, da die Vorteile überzeugen:

  • Die klare Sicht auf die Flammen ist ungehindert gegeben und es ist nicht unwichtig, dass das Holz – ruhig und kontrolliert gesteuert – abbrennen kann.
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    • befreit von Ruß- und Rauchgasablagerungen
    • Umweltbewusst durch biologisch abbaubare Stoffe
  • Die Heizleistung ist optimal planbar und somit nicht nur ein guter Beitrag zur Energiewende.
  • Der Heizkamin ist in der Lage, die gewünschten Wohnräume als einzige Feuerstätte zu beheizen.
  • Die Effizienz des Heizkamins wird durch die Heizleistung und dem Wirkungsgrad bestimmt.

 

Haben Sie sich für den klassischen Heizkamin entschieden, so bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:

  • Eine Raumnische im Wohn- und Esszimmer, um keine großen Raumverluste hinnehmen zu müssen.
  • Eine in den Raum reichende Form, um den Kamin als Raumteiler zu nutzen.
  • Ein schönes Kamin-Ofen-Design an der Wand, was wohl das gängigste Modell ist.
  • Die umgehbare Variante – mitten im Raum – zugänglich und nutzbar von allen Seiten, wenn es die Vorgaben zulassen.

Der offene Kamin

Nur wenig Wärme bringt hingegen der offene Kamin ohne Glasscheibe.

Die Energie des Holzes kann nur zu einem kleinen Teil genutzt werden und sind somit nicht mit dem aktuellen Umwelt- und Energie-Bewusstsein vereinbar. Eine gute Alternative zum bestehenden offenen Kamin ist der Kamineinsatz. In die Türe der Kaminkassette ist eine Glasscheibe eingebaut, die den Blick auf die Flammen frei zu lässt. Vorausgesetzt, das Glas ist sauber. Natürlich müssen sie regelmäßig gepflegt werden, doch ganz wesentlich ist die Berücksichtigung der 3 heiztechnischen Regeln:

  •  1.  Die Heizleistung des Ofens sollte nicht unterschätzt werden
  •  2.  Eine genaue Wärmebedarfsberechnung ist ratsam
  •  3.  Zu große Kaminöfen sind ineffizient, da die überschüssige Wärme nach draußen abgegeben wird – wenn  ständig  gelüftet werden muss.

Ob Kaminofen, offener Kamin oder Heizkamin, alle benötigen einen Schornstein. Dadurch erklärt sich von selbst, dass der Schornsteinfeger bereits in der Planungsphase mit einbezogen wird. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Kamin ein Edelstahl-Schornstein* sein soll.

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  • Komfort: die Revisionstür lässt sich sehr leicht reinigen, die Hilfstür ist mit einer Dichtung und einem Hitzeschutz ausgestattet, die Reinigungstür ist vollkommen rostfrei
  • Optik: die Kamintür besteht aus einem hochwertigem V2A Edelstahl und besitzt die Farbe silber, die Putztür ist mit einem Vierkantverschluss ausgestattet, welcher sich mit dem passenden Schlüssel öffnen lässt, der Schlüssel hat die Farbe blau
  • Maße: die Maße der Servicetür betragen ca. 22,5 x 28,5 cm, das Türloch hat die Maße ca. 14 x 20 cm, Diagonale der Tür beträgt ca. 35,5 cm, der Stahl besitzt eine Dicke von ca. 1,2 cm, die Schutztür benötigt eine Einbautiefe von ca. 3,5 cm
  • Lieferumfang: 1 x KAMINO FLAM kamintür 331531

Der Brennstoff Holz:

Um die Feuerstätte mit Holz zu befeuern bedarf es nicht nur den Hang zur Romantik, immer mehr finden die Liebhaber des Holzfeuers intensive Unterstützung aus der Umwelt:

Klimaneutral, denn bei der Verbrennen von Holz wird nur so viel CO² freigesetzt, wie ein Baum aus der Atmosphäre entnommen hat. Der Duft von Buche oder Birke ist dabei nur ein schöner Nebeneffekt. Doch wichtig für Ihre Gesundheit und die Umwelt:

Die Verwendung von unbehandeltem Holz, das mindestens zwei Jahre gelagert wurde. Der Lohn für die Beachtung einiger Regeln, ist eine saubere Verbrennung mit einer schönen Flamme, die sich lang und gelb zeigt. Die Rauchentwicklung ist äußerst gering und die Asche ist fein und weiß.

Der Brennstoff Gas:

Die Entscheidung für einen Gaskamin, hat viele Vorteile für Kamin und Umwelt. Der Kamin bleibt sauber und der Feinstaub ist extrem geringfügig. Da das Feuer nur mit einem Knopfdruck entfacht wird, steckt im Gaskamin ein umfangreiches technisches Wissen. Die Entwicklung bietet heute ein sorgfältig geprüftes Abgassystem, welches über das Dach geführt wird und erzeugt einen guten Wirkungsgrad. Um mit dem Gaskamin zu heizen sind Erd- oder Propangas einzusetzen. Bei Flüssigpatronen darf die Grenze von elf Kilogramm nicht überschritten werden.

 

 

Wie kann ich den Kaminofen selbst reinigen

Ja, natürlich können Sie den Kaminofen selbst reinigen! Um dem neuen Status des Ofens gerecht zu werden, sollte er ebenso liebevoll gepflegt werden, wie antike Kommoden oder teure Designermöbel. Denn bereits die Höhe des Anschaffungswerts der exklusiven Feuerstätte steht mit wertvollen Möbelstücken in enger Konkurrenz. Hier entscheidet vor allem die Qualität des Kaminofens über die Höhe des Preises. Das Material und der Werkstoff fließen ebenso bei der Preisgestaltung mit ein, wie ein Top-Design und ein guter Service. Natürlich zeigt sich auch das Know-how und die Technologie des Herstellers im Preis, doch genau das gehört zur sicheren Investition für die persönliche Energiewende. Warum also wird die Pflege des Kaminofens so oft vernachlässigt, oder wird er nur mal kurz abgestaubt? Und was passiert mit dem Innenleben?

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Wie oft muss der Kaminofen gereinigt werden?

Die Reinigung ein- bis zweimal im Jahr ist nicht ausreichend. Mindestens doppelt so viel, wobei es im Winter öfters sein sollte, als im Sommer. Das Warten auf einen Hinweis des Schornsteinfegers muss nicht sein, das können Sie selbst entscheiden. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich der Kaminofen selbst reinigen und ist so der notwendigen – regelmäßigen – Pflege zu unterziehen.

 

So können Sie den Kaminofen selbst reinigen

Punkt 1:   Die Asche richtig entsorgen

Bevor Sie mit der Kaminofenreinigung beginnen, muss sicher gestellt sein, wie und wo die Asche entsorgt wird.

 

Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte:

  1. Bitte benutzen Sie hierfür einen nicht brennbaren Behälter und sorgen Sie zusätzlich dafür, dass die Asche vollkommen ausgekühlt ist. Die Gefahr, sich durch noch nicht ausgekühlte Asche zu verbrennen ist ebenso groß, wie die allgemeine Brandgefahr beim Hantieren mit heißer Asche.
  2. Besitzt Ihr Kaminofen den Komfort eines Aschenkastens, so ist die Entsorgung problemlos, jedoch sollte er niemals ganz gefüllt werden.
  3. Ist kein Behälter für die Asche vorgesehen, so ist die erkaltete (!) Asche mit einem Handfeger zusammenzukehren und auf einer Kehrschaufel – aus Metall – im Hausmüll zu entsorgen.
  4. Die glückliche Besitzer eines Garten können die Asche auch in ihrem Garten verteilen. Er ist für die Erde ein ausgezeichneter Dünger.

 

Punkt 2:   Den Ofenkorpus reinigen

Wie schon erwähnt, muss auch das Innere des Kaminofens regelmäßig und sorgfältig gepflegt werden. Je nach Ausstattung, Qualität, Material und Bauart ist der Korpus des Ofens mit verschiedenen Materialien ausgestattet:

  • Naturstein
  • Metall
  • Speckstein
  • Gusseisen
  • Emaille
  • Kacheln

Bis auf einen Korpus, sind die Materialien mit einem feuchten Schwamm (eventuell mit leichter Seifenlaugen) zu säubern und mit einem weichen Lappen nachzureiben. Nur der Specksteinofen ist mit einer weichen Bürste vom Staub zu befreien, allerdings bei gröberem Dreck verträgt er auch klares Wasser. Spezielle Reinigungsbürsten und ein Staubsauger sind weitere Garanten für eine praxisorientierte Reinigung. Der Handel bietet Glasreiniger für Kaminöfen* an, die meist auf chemischer Basis zusammen gesetzt sind und ganz explizit für Feuerstätten konzipiert sind.



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Punkt 3:   Die Kaminscheiben säubern

Auf diesen Punkt bin ich in einem früheren Artikel bereits sehr ausführlich eingegangen. Wenn diese 5 Faktoren berücksichtigt werden und die Reinigen nach Empfehlung ausgeführt wird, ist der klare Blick auf die lodernden Flammen stets gewährleistet. Ein wunderbares Ergebnis, das dem geringen Arbeitseinsatz mehr als gerecht wird.

Nach wie vor ist das alte Hausmittel, mit Zeitung und Asche das Glas von innen zu reinigen, eine durchaus mögliche Methode, doch ist es eben nicht mehr zeitgemäß und vor allem bei der geringsten Feuchtigkeit eine üble „Drecklerei“. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an Reinigungsprodukte an, die einfach und sauber zum Erfolg führen. Ein spezielles Spray wird auf die Glasfläche von innen gesprüht und mit einem Haushaltspapier ist der Ruß nun einfach abzunehmen. Selbstverständlich freuen sich Ihre Hände, wenn Sie vorsichtshalber Vileda Einmalhandschuhe* tragen. Die Chemikalien schaden der Haut und rauhen sie auf, so dass sich der Russ tief festsetzen kann und schwer zu entfernen ist.

Punkt 4:   Das Äußere des Kaminofens

Hochwertige Feuerstätten besitzen eine pflegeleichte Oberfläche: Keramik, Speckstein, Sandstein oder Glas. Diese Materialien werden mit einer leichten Seifenlauge abgewischt und mit einem weichen Tuch trocken gerieben. Mikrofasertücher empfehle ich nicht, denn auf sehr empfindlichen Oberflächen –  wie zum Beispiel Lack –  können dadurch leichte Kratzer entstehen. Sie sind zwar nur bei entsprechendem Licht zu sehen sind, doch es ist besser, das Risiko nicht einzugehen.

Ist die Oberfläche aus einfachem Material, was deshalb nicht minderwertig aussehen muss, ist ebenfalls die Seifenlauge das geeignete Mittel zur Pflege. Für Metall, das geschwärzt und matt ist, möchte ich Ihnen Baby Pflege-Öl*  als Option empfehlen, das jedoch an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden muss. Es kann ein sehr gutes Mittel sein, um diese Oberfläche nicht nur zu reinigen sondern es mit einem leichten Seidenglanz aufzuwerten. Das Testen an einer nicht sichtbaren Stelle ist jedoch absolute Voraussetzung, denn das Öl sollte nicht nur reinigen, der Glanz muss auch gefallen. Das Babyöl hat den Vorteil gegenüber anderen Ölen, dass bei Erhitzung keine schädlichen Dämpfe entstehen. Wenn Sie ganz professionell vorgehen möchten, dann ist ein Schmied Ihr Ansprechpartner. Er wird Ihnen fachmännische Tipps geben, wie er seine Schmiedearbeiten pflegt.

Fazit

Nach diesen 4 Punkten ist für Sie das Thema „Kaminofen selbst reinigen“ auch schon erledigt. Nun noch den Kaminofen richtig anheizen und den Blick auf das Feuer genießen. Das edle Stück wirkt wie neu und mit dem klaren Blick auf die lodernden Flammen ist die Arbeit der Reinigung bereits vergessen.

Wie den Kaminofen selbst aufstellen

Den Kaminofen selbst aufstellen und anschließen ist prinzipiell kein Problem.

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@ORANIER – Rota Tre

Den Kaminofen selbst aufstellen?  Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Benutzen Sie die angebotenen Einbausätze der Herstellerfirmen.
  • Wird die Schornsteinanlage neu erstellt, so ist eine Bemessung des Schornsteinquerschnitts gem. DIN  EN 13384 vorzunehmen bzw. nachzuweisen?
  • Wie ist der Boden geschaffen, auf den Sie den Kaminofen aufstellen? Sollte er nicht aus Stein, Keramik oder Beton bestehen, muss eine feuerfeste Bodenplatte unter den Ofen angebracht werden.
  • Die Rauchanschlüsse sowie die Reinigungsmöglichkeiten sollte zu diesem Zeitpunkt bereits geklärt sein.

Natürlich gibt es Situationen, in denen ich empfehlen möchte, dass der Anschluss und die Aufstellung der Feuerstätte durch einen Fachbetrieb ausgeführt wird.



 

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Kaminofen selbst aufstellen: Das Schornsteinsystem beachten

  • Handelt es sich um einen Schornstein aus Ziegelsteinen, so ist die Öffnung für das doppelwandige Futterrohr entlang der perforierte Linie, eine kreisförmige Anordnung von Bohrlöchern, mit einem Meisel auszustemmen.
  • Handelt es sich um Schornsteinanlagen mit keramischen Einsätzen z. B. LAS System, so sind die vom Hersteller vorgesehene Einbausätze zu verwenden.

 

Eine Bodenplatte schützt den Fußboden

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Wird der Kaminofen auf einen Fußboden gestellt, der leicht brennbar ist, ist eine Bodenplatte unter dem Ofen Pflicht. Bei Stein- oder Keramikplatten wird das nicht gefordert, jedoch ist es auch hier nützlich und schön, den Kaminofen auf eine Platte zu setzen. So sind vor allem die Fügen geschützt und Verschmutzungen könne sauber beseitigt werden. Die Bodenplatten bestehen aus verschiedenen Materialien, die sich Ihren Vorstellungen anpassen. Stein, Edelstahl und Glas* sind die Favoriten, wobei schwarzes Blech* ebenso gut aussieht und in der Anschaffung günstiger ist. Diese Bodenplatten stehen nicht nur in verschiedenen Materialien zur Verfügung, auch unterschiedliche Größen sind im Fachhandel erhältlich. Individuelle Größen oder Formen fertigen entsprechende Handwerksbetriebe an. Wichtig sind die vorgeschriebenen Abmaße. Vor dem Ofen müssen 50 cm des Bodens abgedeckt sein und an den Seiten 30 cm, die ab der inneren Wand des Feuerraums gemessen werden.

Ich möchte Ihnen empfehlen, den Rat des Schornsteinfegers einzuholen, bevor Sie den Kaminofen aufstellen. Er kann Ihnen auch die Maße nennen, die Sie einhalten müssen, wenn es um den Abstand von Wand, Decke und Einrichtungsgegenstände geht.

 

Voraussetzungen, die VOR der Inbetriebnahme zu erfüllen sind

  • Vor der Inbetriebnahme ist es wichtig – und darf nicht vernachlässigt werden – dass die Feuerstätte, mit den techn. Daten, dem bevollmächtigten Schornsteinfeger angezeigt werden.(TAF Blatt)
  • Unabhängig davon, ob Sie den Kaminofen selbst aufstellen oder sich von einem Fachmann den Kaminofen aufstellen lassen, muss – der für sie zuständige bevollmächtigte Schornsteinfegermeister – jede neu erstellte Feuerstätte vor Inbetriebnahme baurechtlich abnehmen und die sichere Benutzbarkeit assistieren.
  • Er achtet bei der Feuerstättenabnahme auf:
    • die Einhaltung der Abgaswerte
    • den richtigen Schornsteinquerschnitt
    • und kontrolliert die Sicherheitsabstände zu den Bauteilen
  • Die dauerwirksame Zuluft für die Verbrennung hat für ihn äußerste Priorität. Sie ist die Voraussetzung für die sichere Benutzbarkeit der Feuerstätte.( kontrollierte Raumluftversorgung / Dunstabzugshaube)

Die neue Bayerische Bauordnung von 2008

Seit 2008 ist in Bayern eine neue Bauordnung in Kraft getreten, in der die Inbetriebnahme von Feuerstätten neu geregelt wurde.

Die wesentlichen Punkte lauten, dass alle Änderungen an Feuerstätten und Feuerungsanlagen VOR INBETRIEBNAHME dem Bezirkskaminkehrermeister mitgeteilt werden müssen. Er muss überprüfen, ob …

  1. … die Eignung und Erstellung der Feuerstätte dem Baurecht entspricht
  2. … die Aufstellbedingungen der Feuerstätte (Ofen) erfüllt sind
  3. … die Abgasanlage korrekt errichtet wurde
  4. … die Abgasanlage der Tauglichkeitsüberprüfung entspricht
  5. … die Abgasanlage für die sichere Benutzbbarkeit erstellt wurde

 

Für Ihre Sicherheit:

  • Bei Dunstabzugshaube mit externer Abluft muss ein Funkkontaktschalter am Küchenfenster vorhanden sein. Energetisch vorteilhafter ist der Einbau eines Luftdruckwächter.
  • Bei Betrieb einer kontrollierten Wohnraumbelüftung muss eine Unterdrucküberwachung in der Lüftungsanlage vorhanden sein.
  • Ich empfehle Ihnen auch hier, vor dem Kauf eines Kaminofens, den zuständigen bevollmächtigten Schornsteinfegermeister zu konsultieren, mit ihm einen Termin zu vereinbaren und vor Ort alle anstehenden Fragen zu klären. Vorschriften und Verordnungen können so im Vorfeld berücksichtigt werden.
  • Bei der Installierung einer raumluftunabhängige Feuerstätte mit der zugehörigen Zuluftleitung – i. V. mit der erteilten Zulassung – erübrigt sich jegliche Sicherheitseinrichtung.

 

Experten-Tipp:

Bevor Sie den Kaminofen auf die Boden-Glasplatte stellen, unterlegen sie einfache Filzgleiter* , bevor Sie den Ofen aufstellen. Dadurch lässt sich der Ofen leicht verschieben und Sie vermeiden Kratzer. Wenn Sie die Angaben beachten, etwas handwerkliches Geschick besitzen und ein wenig technisch begabt sind, ist es kein Problem, dass Sie Ihren neuen Kaminofen selbst aufstellen.

Welche Heizleistung ist erforderlich

für umweltfreundliches Heizen.

Um den Wärmebedarf Ihres Hauses zu ermitteln, können Sie folgende Faustformel einsetzen:

1 kW = 1000 Watt Ofenleistung pro

10 – 15 qm zu beheizender Wohnfläche bei einer Raumhöhe von ca. 2,50 m.

 

 

Für die Bemessung der kW-Leistung der Feuerstätte ist auch die Wärmedämmung der einzelnen Bauteile zu berücksichtigen (Fenster, Wände, Dach), i.V. mit den U-Werten. Zu beachten ist, dass die Heizleistung des Ofens ausreichend, jedoch nicht überdimensioniert sein sollte. Effiziente Feuerstätten sind technisch so ausgestattet, dass die Heizleistung(KW) durch die Bedienungen der Luftklappen (Primär-Sekundär-Teritärluftzuführung) geregelt werden kann. Durch die Quantität des Brennstoffes sind die persönlichen Bedürfnisse zu beeinflussen.

Beispiel:

Pro qm werden 60 Watt Heizleistung benötigt. Z.B. Wenn die zu beheizende Wohnfläche 100 qm beträgt, bei einem Bedarf von 60 Watt:

100 x 60 = 6.000 Watt bzw. 6 KW

=

die erforderliche Ofenleistung/Stunde.

Wird die Heizleistung überdimensioniert, gibt der Ofen nicht benötigte Wärme ab und muss gedrosselt werden, um ein angenehmes Raumklima zu erreichen.

Daraus resultiert, dass der Ofen nicht die notwendige Feuerraumtemperatur von mind. ca. 500 – 800° C erreicht und das Holz bzw. die Holzgase nicht optimal bzw. unvollständig verbrannt werden. Wenn das Brennmaterial nicht optimal verbrennt, ist der Heizwert des Brennstoffes gemindert.

Als Konsequenz:

  1. mögliche Glanzrußbildung
  2. verrußen der Kaminscheiben
  3. vermehrte Rußablagerungen im Ofen und Schornstein
  4. hohe Emissionswerte
  5. starke Aschenrückstände
  6. unbefriedigend Gesamtergebnis

Wichtig: Es ist darauf zu achten, dass die Eintrittstemperatur der Rauchgase in den Schornstein ca. 180 – 200° C beträgt, um einen Schornsteinzug  bzw. Förderdruck von ca. 12 Pascal zu erreichen.

Über die Luftzufuhr i.V. mit der Quantität des Brennstoffes, kann die Heizleistung, je nach Bedarf des Betreibers, problemlos beeinflusst werden.

Diese Bedienungsart ist nur bei Feuerstätten möglich, die nach dem neusten Stand der Technik konstruiert und ausgestattet sind.

Die Drosselklappe: eine komfortable Einrichtung

Mit der Drosselklappe im Verbindungsstück  – von der Feuerstätte zum Schornstein – ist der Förderdruck im Kamin direkt beeinflussbar. Wurde dieser auf Grund des Einbaus richtig eingestellt, ist ein optimaler energetischer Nutzen zu erreichen. Ein kleiner Umbau mit großer Wirkung.

 

Im Verbindungsstück zum Schornstein

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Mit dem Einbau einer Klappe im Verbindungsstück* ist das Brennverhalten in der Feuerstätte – je nach Bedarf  – über die Flammenbildung zu beeinflussen. Die Flamme ist der sichtbare Indikator für das Brennverhalten.

Bei Schornsteinen – oder Abgasleitungen –  die direkt auf der Feuerstätte integriert sind, ist die geschlossene Drosselklappe nicht nur wünschenswert, sondern bei nicht Benutzung der Feuerstätte unabdingbar. Sie ist der notwendige Schutz gegen Wind, Witterung und allen thermischen Einflüssen. Ist die Ausbrandphase beendet, sind komfortable Klappen mit einem Mechanismus ausgestattet, mit der die Öffnung zu verschließen ist.  Hiermit wird eine schnelle Auskühlung der Feuerstätte sowie der rauchgasführenden Teile verhindert. Somit ist die Drosselklappe ein Beitrag für energetisches und umweltbewusstes Heizen.

 

Einbau des Verbindungsstücks

Bei der Installation eines Verbindungsstücks ist immer darauf zu achten, dass eine integrierte Drosselklappe vorhanden ist. Sie reduziert – je nach Brennverhalten – den freien Querschnitt im Rauchrohr um ca. 75 %.

 

Ist die Drosselklappe geschlossen?

Bei Inbetriebnahme der Feuerstätte oder bevor Sie den Ofen mit Holz beschicken, ist darauf zu achten, dass eine vorgenommene Drosselung durch die Klappe, wieder aufzuheben ist. Wird dies versäumt, so ist beim Öffnen der Feuerraumtür im Betriebszustand, mit Rauch-, Ruß- und Geruchsbelästigung zu rechnen. Spätestens wenn die Scheibe der Feuerraumtür mit Ruß beschlagen ist, muss die Drosselklappe unverzüglich geöffnet werden.

Wie soll ich den Kaminofen richtig anheizen

Richtig anheizen bedeutet kostbare Energie spürbar einzusparen und damit umweltfreundlich zu heizen. Natürlich unter der  Voraussetzung, dass die Zusatzfeuerstätte korrekt beschickt und das richtige Anheizen – mit dem „Anfeuerungsmodul“ – beachtet wird. Die Vorgaben des Herstellers sind zu beachten und das Brennholz sollte gut ausgewählt und bestens gelagert sein.

 

Welches Holz eignet sich als Brennstoff?

Haben Sie sich für den Brennstoff HOLZ entschieden, so ist es entscheidend, mit welcher Art von Holz Sie den Kaminofen heizen.

Geeignet:

Laubhölzer: Eiche – Buche – Esche sind sehr zu empfehlen. Sie sind der optimale Brennstoff für Ihren mit Holz zu befeuernden Ofen. Sie haben einen wesentlich höheren Brennwert als Kiefer und Fichte. Vor allem die Buche ist sehr beliebt. Sie verbreitet zusätzlich einen wunderbaren Duft im Raum. Eine moderne Alternative zu Holz bieten die beliebten Pellets oder Holzbriketts. Hier wird das geeignete Holz benutzt und der Trocknungsvorgang ist abgeschlossen.

Nicht geeignet:

Nadelhölzer – Kiefer, Fichte – müssen gegenüber den Laubhölzern zurücktreten, wenn es darum geht, erhöhte Energie zu gewinnen.

Das Holz von der schnell wachsenden Pappel sollte nicht berücksichtigt werden.

Für jede Holzarten Ihrer Wahl gilt die Regel, dass das Brennholz richtig lagern muss. Mindestens ein Jahr – besser sind zwei Jahre –  bevor es als Brennstoff eingesetzt wird. (lufttrockenes Holz-lutro / Wassergehalt-w = 15-20%).

 

Zum richtigen Anheizen gehört Buchenholz

Buchenholz ist das ideale Brennholz für Ihre Feuerstätte. Der höhere Kaufpreis rechnet sich, denn der Heizwert ist wesentlich höher als der von weichem Fichten- oder Kiefernholz. Sollten Sie sich doch für weiches Holz entscheiden, bitte keines der Laubbäume Pappel oder Erle. Sie brennen extrem schnell ab uns sind somit als Brennmaterial und Energiequelle nicht empfehlenswert. Achtung: Bitte befeuern Sie Ihren offenen Kamin niemals mit Weichholz, da bei der Verbrennung oftmals unerwünschte Funken sprühen.

 

 

Richtig anheizen – ohne Rauch und emmisionsarm

Um den Schadstoffausstoß des Feuers deutlich zu senken eignen sich die Holzfeuerungen mit oberer Abgasführung im Feuerraum.

Das Holz brennt dabei schrittweise von oben nach unten ab und die entstehenden Gase strömen durch die heiße Flamme, bevor diese vollständig verbrennen.
So lassen sich unnötige Rauch- und Schadstoff-Emissionen vermeiden und die Verbrennung ist wesentlich kontrollierter, als beim Anfeuern von unten, wie es früher üblich war.

Dies betrifft folgende Feuerstätten:

  • Offene Kamine
  • Brennzellen-Heizkamin
  • Kaminöfen
  • Kachelöfen
  • Specksteinöfen
  • Kochherde

 

So wird das „Anfeuerungsmodul“ aufgebaut

Die Anzündhölzer werden über Kreuz aufeinander gestapelt und die Anzündhilfe oben darauf platziert.

richtig anheizen
Anfeuerungs-Modul @kaminofenheizen

 

 

 

Kaminofen anheizen
@kaminofenheizen

Wo wird das Anfeuersmodul positioniert?

Das Anfeuern der Feuerstätte erfolgt mit dem Anheizmodul, das auf dem Anzündmaterial aufgebaut wird.

Das darunter liegende Brennholz ist passend zum Füllraum – wie es in der Bedienungsanleitung angegeben ist – einzufüllen. Es kann kreuzweise, parallel oder stehend angeordnet werden.
Die Holzscheiten sind locker einzuschichten, wobei die dünneren Scheiten im oberen Bereich aufgelegt werden.

1.   Anzündmaterial – Holzscheiten

2.   Kleine Anzündhölzer aus trockenem Laubholz , die eine Länge von ca. 20 cm und einem Querschnitt von ca.             3×3 cm haben sollte.

3.  Eine Anzündhilfe, z.B Holzwolle mit Wachs getränkt*

 

Fertig: Das Feuer brennt…

Ein einfaches Streichholz genügt um das Feuer zu entfachen. Frischluftzufuhr sekundär sowie Primärluftzuführung ist in der Anheizphase ist, für eine optimale Verbrennung, dem Brennvorgang offen zuzuführen.

Selbstverständlich kann dieses Modul bei unterschiedlichen Feuerstätten, wie z.B. bei der Terrassenheizung, im offenen Kamin oder Heizkassette eingesetzt werden. Wenn Sie erst mal nach meiner Anleitung den Ofen richtig anheizen können, macht jedes „Feuermachen“ so richtig Spaß. Selbstverständlich kann dieses Modul bei denunterschiedlichsten Feuerstätten, wie z.B. bei Kaminkassetten/Heizkassetten, Heizkamin, offenen Kamin oder Terrassenheizung eingesetzt werden.

 

5 Faktoren für saubere Kaminscheiben

saubere kaminscheiben
@Fotolia

Nur saubere Kaminscheiben vermitteln uns das Gefühl, vor dem offenen Feuer zu sitzen. Ein Grund, warum wir uns für Öfen mit Sichtscheiben entscheiden und so das romantische Ambiente zu erleben. Das lodernde Feuer beobachten und den Verbrennungsablauf kontrollieren wollen. Wenn wir bei angenehmer gemütlicher Wärme das Feuer beobachten wollen und statt dessen auf die verschmutzten und verrußten Scheiben blicken, so ist das nicht nur ein großes Ärgernis, es ist vor allem in diesem Augenblick nicht möglich das Problem zu beheben.

Damit diese Situation nicht eintritt ist es wichtig, bereits im Vorfeld die 5 wichtigsten Faktoren zu berücksichtigt.

 

Entscheidende Einflüsse auf saubere Kaminscheiben

  1. Die Konstruktion

    einer Feuerstätte stellen an die technische Entwicklung sehr hohe Anforderungen…

  2. Schornsteinunterdruck

    Ein zu hoher oder zu niederer Schornsteinunterdruck lässt sich durch …

  3. Holzfeuchte

    Eine Grundvoraussetzung ist das Heizen mit trockenem Brennholz, das höchstens eine Restfeuchte von unter 20% haben darf …

  4. Holzmengen

    Die Qualität und Menge des Brennstoffes hat einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit der Scheiben …

  5. Bedingungen

    Wird die Feuerstätte von verschiedenen Personen bedient, so ist … 

 

1.  Konstruktion

Die Konstruktion einer Feuerstätte  stellen an die technische Entwicklung sehr hohe Anforderungen. Der Komfort ist heute nicht mehr auf Wärme und Design reduziert, bei hochwertigen Öfen ist die Kombination von technischem Know How und luxuriösen Details gefragt und die Nachhaltigkeit muss  erkennbar sein. In Feuerstätten dieser Klasse steckt inzwischen Spitzentechnologie und die „saubere Kaminscheiben“ ist heute keine Problem mehr. Technisches Know how löst dieses Detail  –  ist an den unterschiedlichen Feuerstellen – optimal. Es bedarf nur noch der Beachtung äußerlicher Einflüsse und der richtigen Bedienung des Betreibers.

Die Verbrennungszuluftführung im Ofen sollte so ausgeführt sein, dass die Luft vor der Scheibe einströmt und so das Anlagern von Ruß und Staub verhindert oder zumindest reduziert wird.

Ein weiterer Punkt, ist zu beachten: Die Verarbeitung der Kaminscheiben, wie das Türprofil konstruiert ist und wie verläuft die Scheibenführung. Eine absolute Dichtigkeit muss gewährleistet sein, damit der Schutzschirm nicht gestört wird und keine Rußfahnen gebildet werden können. Welche Bedeutung hat die Form der Scheibe? Die Geometrie hat einen sehr großen Einfluss auf die Sauberkeit des Glases. So sind gerade, umgebogene und kleine Scheiben länger und leichter sauber zu halten, als gebogene und großflächige Sichtscheiben. Ebenso schwierig verhält es sich mit mehrseitige Glaskonstruktionen, wie Eck- und Panorama-Kamine, denn die turbulenten Strömungsverläufe sind besonders in Eckbereichen anzutreffen und müssen häufig gereinigt werden.

 

2.  Schornstein – Unterdruck

Ein zu hoher oder zu niederer Schornsteinunterdruck lässt sich durch die einstellbaren Verbrennungsluftöffnungen nicht kompensieren. Bei diesen Randbedingungen stellen sich Strömungsverhältnisse ein, die zur vermehrten Rußablagerungen führen. Ist der Unterdruck zu gering, wird nicht nur die Verbrennungsluft ungenügend angesaugt, sondern auch die Scheibenspülluft zu schwach „eingeblasen“.

Ist jedoch der Unterdruck zu stark, zieht der anstehende „Sog“, die oben einströmende Scheibenspülluft unmittelbar in den Kuppelbereich. Die Scheibenspülluft kann nicht über die Scheibe nach unten abströmen und ihre Schutzwirkung entfalten. In beiden Fällen ergibt sich eine unregelmäßige Verbrennung. Daraus resultiert, dass sich die unverbrannten Gaspartikel an der Kaminscheibe ansetzen. Mit dieser Ablagerung ist die Scheibe bereits verschmutzt. 

Mit wenigen technischen Maßnahmen können die gewünschten Rahmenbedingungen optimiert werden:

Durch den Einbau eines Zugreglers wird die Scheibenspülung verbessert. Lediglich witterungsbedingt Einflüsse müssen akzeptiert werden.

 

3.  Holzfeuchte      4.  Holzmenge         5.  Bedienung

Die Qualität und Menge des Brennstoffes hat einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit der Scheiben. Eine Grundvoraussetzung ist das Heizen mit trockenem Brennholz, das höchstens eine Restfeuchte von unter 20% haben darf. Wenn diese Vorgabe berücksichtigt und auf die empfohlene Füllmenge geachtet wird, stellen sich die erforderlichen Temperaturen und Strömungs-Bedingungen ein, die für die Scheibenanspülung notwendig sind. Sollten die Temperaturen im Brennraum zu gering sein, so kondensieren die Heizgase an den kalten Scheiben.

Das Verrußen und Verschmutzen der Scheiben ist damit vorprogrammiert und zusammen mit der Feuchtigkeit am Glas, entsteht eine unansehliche Verschmutzung der Kaminscheiben.

Nicht unerwähnt darf das richtige Anheizen und der  Abbrand bleiben. Hier ist eine bestimmungsgemäße Betriebsweise entscheidend. Wird die Feuerstätte von verschiedenen Personen bedient, so ist eine Verbrennungsluftautomatisation empfehlenswert. Diese garantiert eine optimale Regulierung der Verbrennungsluft,  schließt eine Fehlbedienung aus und gewährleistet saubere Kaminscheiben.