5 Faktoren für saubere Kaminscheiben

saubere kaminscheiben
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Nur saubere Kaminscheiben vermitteln uns das Gefühl, vor dem offenen Feuer zu sitzen. Ein Grund, warum wir uns für Öfen mit Sichtscheiben entscheiden und so das romantische Ambiente zu erleben. Das lodernde Feuer beobachten und den Verbrennungsablauf kontrollieren wollen. Wenn wir bei angenehmer gemütlicher Wärme das Feuer beobachten wollen und statt dessen auf die verschmutzten und verrußten Scheiben blicken, so ist das nicht nur ein großes Ärgernis, es ist vor allem in diesem Augenblick nicht möglich das Problem zu beheben.

Damit diese Situation nicht eintritt ist es wichtig, bereits im Vorfeld die 5 wichtigsten Faktoren zu berücksichtigt.

 

Entscheidende Einflüsse auf saubere Kaminscheiben

  1. Die Konstruktion

    einer Feuerstätte stellen an die technische Entwicklung sehr hohe Anforderungen…

  2. Schornsteinunterdruck

    Ein zu hoher oder zu niederer Schornsteinunterdruck lässt sich durch …

  3. Holzfeuchte

    Eine Grundvoraussetzung ist das Heizen mit trockenem Brennholz, das höchstens eine Restfeuchte von unter 20% haben darf …

  4. Holzmengen

    Die Qualität und Menge des Brennstoffes hat einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit der Scheiben …

  5. Bedingungen

    Wird die Feuerstätte von verschiedenen Personen bedient, so ist … 

 

1.  Konstruktion

Die Konstruktion einer Feuerstätte  stellen an die technische Entwicklung sehr hohe Anforderungen. Der Komfort ist heute nicht mehr auf Wärme und Design reduziert, bei hochwertigen Öfen ist die Kombination von technischem Know How und luxuriösen Details gefragt und die Nachhaltigkeit muss  erkennbar sein. In Feuerstätten dieser Klasse steckt inzwischen Spitzentechnologie und die „saubere Kaminscheiben“ ist heute keine Problem mehr. Technisches Know how löst dieses Detail  –  ist an den unterschiedlichen Feuerstellen – optimal. Es bedarf nur noch der Beachtung äußerlicher Einflüsse und der richtigen Bedienung des Betreibers.

Die Verbrennungszuluftführung im Ofen sollte so ausgeführt sein, dass die Luft vor der Scheibe einströmt und so das Anlagern von Ruß und Staub verhindert oder zumindest reduziert wird.

Ein weiterer Punkt, ist zu beachten: Die Verarbeitung der Kaminscheiben, wie das Türprofil konstruiert ist und wie verläuft die Scheibenführung. Eine absolute Dichtigkeit muss gewährleistet sein, damit der Schutzschirm nicht gestört wird und keine Rußfahnen gebildet werden können. Welche Bedeutung hat die Form der Scheibe? Die Geometrie hat einen sehr großen Einfluss auf die Sauberkeit des Glases. So sind gerade, umgebogene und kleine Scheiben länger und leichter sauber zu halten, als gebogene und großflächige Sichtscheiben. Ebenso schwierig verhält es sich mit mehrseitige Glaskonstruktionen, wie Eck- und Panorama-Kamine, denn die turbulenten Strömungsverläufe sind besonders in Eckbereichen anzutreffen und müssen häufig gereinigt werden.

 

2.  Schornstein – Unterdruck

Ein zu hoher oder zu niederer Schornsteinunterdruck lässt sich durch die einstellbaren Verbrennungsluftöffnungen nicht kompensieren. Bei diesen Randbedingungen stellen sich Strömungsverhältnisse ein, die zur vermehrten Rußablagerungen führen. Ist der Unterdruck zu gering, wird nicht nur die Verbrennungsluft ungenügend angesaugt, sondern auch die Scheibenspülluft zu schwach „eingeblasen“.

Ist jedoch der Unterdruck zu stark, zieht der anstehende „Sog“, die oben einströmende Scheibenspülluft unmittelbar in den Kuppelbereich. Die Scheibenspülluft kann nicht über die Scheibe nach unten abströmen und ihre Schutzwirkung entfalten. In beiden Fällen ergibt sich eine unregelmäßige Verbrennung. Daraus resultiert, dass sich die unverbrannten Gaspartikel an der Kaminscheibe ansetzen. Mit dieser Ablagerung ist die Scheibe bereits verschmutzt. 

Mit wenigen technischen Maßnahmen können die gewünschten Rahmenbedingungen optimiert werden:

Durch den Einbau eines Zugreglers wird die Scheibenspülung verbessert. Lediglich witterungsbedingt Einflüsse müssen akzeptiert werden.

 

3.  Holzfeuchte      4.  Holzmenge         5.  Bedienung

Die Qualität und Menge des Brennstoffes hat einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Sauberkeit der Scheiben. Eine Grundvoraussetzung ist das Heizen mit trockenem Brennholz, das höchstens eine Restfeuchte von unter 20% haben darf. Wenn diese Vorgabe berücksichtigt und auf die empfohlene Füllmenge geachtet wird, stellen sich die erforderlichen Temperaturen und Strömungs-Bedingungen ein, die für die Scheibenanspülung notwendig sind. Sollten die Temperaturen im Brennraum zu gering sein, so kondensieren die Heizgase an den kalten Scheiben.

Das Verrußen und Verschmutzen der Scheiben ist damit vorprogrammiert und zusammen mit der Feuchtigkeit am Glas, entsteht eine unansehliche Verschmutzung der Kaminscheiben.

Nicht unerwähnt darf das richtige Anheizen und der  Abbrand bleiben. Hier ist eine bestimmungsgemäße Betriebsweise entscheidend. Wird die Feuerstätte von verschiedenen Personen bedient, so ist eine Verbrennungsluftautomatisation empfehlenswert. Diese garantiert eine optimale Regulierung der Verbrennungsluft,  schließt eine Fehlbedienung aus und gewährleistet saubere Kaminscheiben.