Wie kann ich den Kaminofen selbst reinigen

Ja, natürlich können Sie den Kaminofen selbst reinigen! Um dem neuen Status des Ofens gerecht zu werden, sollte er ebenso liebevoll gepflegt werden, wie antike Kommoden oder teure Designermöbel. Denn bereits die Höhe des Anschaffungswerts der exklusiven Feuerstätte steht mit wertvollen Möbelstücken in enger Konkurrenz. Hier entscheidet vor allem die Qualität des Kaminofens über die Höhe des Preises. Das Material und der Werkstoff fließen ebenso bei der Preisgestaltung mit ein, wie ein Top-Design und ein guter Service. Natürlich zeigt sich auch das Know-how und die Technologie des Herstellers im Preis, doch genau das gehört zur sicheren Investition für die persönliche Energiewende. Warum also wird die Pflege des Kaminofens so oft vernachlässigt, oder wird er nur mal kurz abgestaubt? Und was passiert mit dem Innenleben?

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Wie oft muss der Kaminofen gereinigt werden?

Die Reinigung ein- bis zweimal im Jahr ist nicht ausreichend. Mindestens doppelt so viel, wobei es im Winter öfters sein sollte, als im Sommer. Das Warten auf einen Hinweis des Schornsteinfegers muss nicht sein, das können Sie selbst entscheiden. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich der Kaminofen selbst reinigen und ist so der notwendigen – regelmäßigen – Pflege zu unterziehen.

 

So können Sie den Kaminofen selbst reinigen

Punkt 1:   Die Asche richtig entsorgen

Bevor Sie mit der Kaminofenreinigung beginnen, muss sicher gestellt sein, wie und wo die Asche entsorgt wird.

 

Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte:

  1. Bitte benutzen Sie hierfür einen nicht brennbaren Behälter und sorgen Sie zusätzlich dafür, dass die Asche vollkommen ausgekühlt ist. Die Gefahr, sich durch noch nicht ausgekühlte Asche zu verbrennen ist ebenso groß, wie die allgemeine Brandgefahr beim Hantieren mit heißer Asche.
  2. Besitzt Ihr Kaminofen den Komfort eines Aschenkastens, so ist die Entsorgung problemlos, jedoch sollte er niemals ganz gefüllt werden.
  3. Ist kein Behälter für die Asche vorgesehen, so ist die erkaltete (!) Asche mit einem Handfeger zusammenzukehren und auf einer Kehrschaufel – aus Metall – im Hausmüll zu entsorgen.
  4. Die glückliche Besitzer eines Garten können die Asche auch in ihrem Garten verteilen. Er ist für die Erde ein ausgezeichneter Dünger.

 

Punkt 2:   Den Ofenkorpus reinigen

Wie schon erwähnt, muss auch das Innere des Kaminofens regelmäßig und sorgfältig gepflegt werden. Je nach Ausstattung, Qualität, Material und Bauart ist der Korpus des Ofens mit verschiedenen Materialien ausgestattet:

  • Naturstein
  • Metall
  • Speckstein
  • Gusseisen
  • Emaille
  • Kacheln

Bis auf einen Korpus, sind die Materialien mit einem feuchten Schwamm (eventuell mit leichter Seifenlaugen) zu säubern und mit einem weichen Lappen nachzureiben. Nur der Specksteinofen ist mit einer weichen Bürste vom Staub zu befreien, allerdings bei gröberem Dreck verträgt er auch klares Wasser. Spezielle Reinigungsbürsten und ein Staubsauger sind weitere Garanten für eine praxisorientierte Reinigung. Der Handel bietet Glasreiniger für Kaminöfen* an, die meist auf chemischer Basis zusammen gesetzt sind und ganz explizit für Feuerstätten konzipiert sind.



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Punkt 3:   Die Kaminscheiben säubern

Auf diesen Punkt bin ich in einem früheren Artikel bereits sehr ausführlich eingegangen. Wenn diese 5 Faktoren berücksichtigt werden und die Reinigen nach Empfehlung ausgeführt wird, ist der klare Blick auf die lodernden Flammen stets gewährleistet. Ein wunderbares Ergebnis, das dem geringen Arbeitseinsatz mehr als gerecht wird.

Nach wie vor ist das alte Hausmittel, mit Zeitung und Asche das Glas von innen zu reinigen, eine durchaus mögliche Methode, doch ist es eben nicht mehr zeitgemäß und vor allem bei der geringsten Feuchtigkeit eine üble „Drecklerei“. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an Reinigungsprodukte an, die einfach und sauber zum Erfolg führen. Ein spezielles Spray wird auf die Glasfläche von innen gesprüht und mit einem Haushaltspapier ist der Ruß nun einfach abzunehmen. Selbstverständlich freuen sich Ihre Hände, wenn Sie vorsichtshalber Vileda Einmalhandschuhe* tragen. Die Chemikalien schaden der Haut und rauhen sie auf, so dass sich der Russ tief festsetzen kann und schwer zu entfernen ist.

Punkt 4:   Das Äußere des Kaminofens

Hochwertige Feuerstätten besitzen eine pflegeleichte Oberfläche: Keramik, Speckstein, Sandstein oder Glas. Diese Materialien werden mit einer leichten Seifenlauge abgewischt und mit einem weichen Tuch trocken gerieben. Mikrofasertücher empfehle ich nicht, denn auf sehr empfindlichen Oberflächen –  wie zum Beispiel Lack –  können dadurch leichte Kratzer entstehen. Sie sind zwar nur bei entsprechendem Licht zu sehen sind, doch es ist besser, das Risiko nicht einzugehen.

Ist die Oberfläche aus einfachem Material, was deshalb nicht minderwertig aussehen muss, ist ebenfalls die Seifenlauge das geeignete Mittel zur Pflege. Für Metall, das geschwärzt und matt ist, möchte ich Ihnen Baby Pflege-Öl*  als Option empfehlen, das jedoch an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden muss. Es kann ein sehr gutes Mittel sein, um diese Oberfläche nicht nur zu reinigen sondern es mit einem leichten Seidenglanz aufzuwerten. Das Testen an einer nicht sichtbaren Stelle ist jedoch absolute Voraussetzung, denn das Öl sollte nicht nur reinigen, der Glanz muss auch gefallen. Das Babyöl hat den Vorteil gegenüber anderen Ölen, dass bei Erhitzung keine schädlichen Dämpfe entstehen. Wenn Sie ganz professionell vorgehen möchten, dann ist ein Schmied Ihr Ansprechpartner. Er wird Ihnen fachmännische Tipps geben, wie er seine Schmiedearbeiten pflegt.

Fazit

Nach diesen 4 Punkten ist für Sie das Thema „Kaminofen selbst reinigen“ auch schon erledigt. Nun noch den Kaminofen richtig anheizen und den Blick auf das Feuer genießen. Das edle Stück wirkt wie neu und mit dem klaren Blick auf die lodernden Flammen ist die Arbeit der Reinigung bereits vergessen.