Der richtige Kaminofen für mich

… die wichtigsten Unterschiede

Der Kaminofen ist der allgemeine Begriff für Öfen, die freistehen und von den Herstellern industriell gefertigt werden. Hiermit unterscheiden sie sich von Kachelöfen, offenen Kaminen und Heizkaminen, die der Handwerker in seinem Fachbetrieb handwerklich herstellt. Und welche Ausführung ist der richtige Kaminofen für Sie?

Der Kaminofen unterteilt sich in verschiedene Variationen:

Kaminofen mit Rost

– Kaminofen ohne Rost

– Kaminofen mit Wassertasche

– Speicherofen

Die Entscheidung, ob mit oder ohne Rost, hängt beim Kauf eines Kaminofens zwingend von der Wahl des Brennstoffes ab.

 

Kaminofen mit Rost

Kaminofen mit Rost
Kaminofen mit Rost    @kaminofenheizen

Die entscheidende Frage beim Kauf eines Kaminofens ist der Brennstoff. Noch bevor Sie sich neue Öfen aussuchen, muss überlegt sein, wie der Ofen beheizt werden soll. Wenn Sie planen neben dem Heizen mit Holz auch mit mineralischen festen Brennstoffe zu feuern, dann ist es erforderlich, einen Rost am Boden des Feuerraums einzusetzen.

Die Primärluft strömt dann „primär“ durch den verschließbaren Rost in den Brennraum. Wird dieser Rost verschlossen – um eine klassische Holzbrand-Funktion zu gewährleisten – strömt bei weiterhin geöffneten Primärluftschieber immer noch ein kleiner Luftstrom durch. Kleine Spalten und Fugen der Schamotte ermöglichen dies. Dabei handelt es sich um keinen lästigen Mängel, sondern ein von den Herstellern gewollte Funktion. Die permanente Durchlässigkeit einer geringen Luftmenge ist für die Glut von großer Bedeutung. Wenn permanent etwas Sauerstoff von unten in den Brennraum strömt ist die gleichmäßige Verbrennung gesichert.

Erst wenn der Primärluftschieber geschlossen ist, wird nur noch eine kleine Restmenge von ca 3 – 5 % zugeführt. Diese Funktion ist wichtig, um z. B. Verpuffungen – ein plötzliches Entzünden von unverbrannten Holzgasen – zu vermeiden.

 

Kaminofen ohne Rost

Bei der emissionsarmen Verbrennung von Holz kann bewusst auf den Rost verzichtet werden. Der Kaminofen ohne Rost ist baulich einem Grundofen zuzuordnen. Für den Laien ist leicht erkennbar, dass es sich bei einem Ofen, dessen Feuerraum tief angeordnet ist, um einen Kaminofen ohne Rost handelt. Eine bauliche Einrichtung, um die anfallenden Verbrennungsrückstände zu sammeln. Die tägliche Entfernung der Asche entfällt. Bei erneuter Inbetriebnahme der Feuerstätte ist das Anzündmodul, in Verbindung mit dem Brennholz auf der vorhandenen Asche zu platzieren und mit nur einem Streichholz ist der Ofen funktionsbereit.

 

Wassergeführter Kaminofen (mit Wassertasche)

Der wassergeführte Kaminofen ist ein Ofen, der mit einer Wassertasche ausgestattet ist. Eine technische Besonderheit. Hier wird nicht nur die Wärme an den Raum abgegeben, sondern ein Anteil der Heizleistung wird zur Unterstützung des Heizungssystems genutzt. Eine ideale Lösung, wenn Sie ihre Heizungsanlage entlasten und gleichzeitig das erwärmte Wasser nutzen möchten. Die Firma Olsberg, zum Beispiel, ist ein bekannter Hersteller, der wassergeführte Kaminöfen anbietet. Das warme Wasser, das zu einem zentralen Warmwasserspeicher geleitet wird und dort über die Nacht die Wärme behält, steht Ihnen morgens zum Duschen zur Verfügung. Mit innovativer Technik ist das heute kein Problem mehr.

 

So funktioniert der wassergeführte Kaminofen

Ein Kaminofen produziert circa 6 – 8 kW/h Energie. Diese Leistung ist für die meisten Räume zu hoch und erzeugt zuviel Wärme. Um diese überflüssige Energie nutzen zu können, wird die überschüssige Wärme in weitere Räume der Wohnung abgeleitet. Oft kann damit ein ganzes Haus beheizt werden. Davon profitieren Niedrigenergiehäuser, die diese Technologie nutzen. Eine weitere Möglichkeit, die Energie des Kaminofens vollständig auszunutzen, ist die Variante des wassergeführten Kaminofens. Der Ofen ist über die Wassertaschen in der Lage, warmes Wasser aufzubereiten. Sie erreichen einen Wirkungsgrad von mehr als 80 % und sind damit sehr effizient.

 

Ist der Speicherofen der richtige Kaminofen?

der richtige kaminofen
Schnitt – Speicherofen Cera

Die Vorzüge der Speicheröfen, wie z. B. des Herstellers CERA, sind in erster Linie  die wohlige Strahlungswärme, die noch viele Stunden nach Beendigung des Brennvorgangs anhält. Der integrierte Speicher, ein ökologisch arbeitender Schamotte-Akku, ist kostensparend, nachhaltig und effizient. Viele Stunden wird die gespeicherte Wärme abgegeben obwohl das Feuer nicht mehr brennt. Eine innovative Rauchgasführung garantiert eine optimale Nutzung der Wärme.

 

Warum einen Speicherofen?

Der Schamotte-Akku speichert die Wärme der Rauchgase, die intelligent durch die Steine gelenkt werden. Die gespeicherte Energie wird als Strahlungswärme wohl dosiert in den Raum abzugeben. Um diesen Vorgang zu optimieren, wurden Konvektionsluftöffnungen eingebaut, die zu verschließen sind. Die hochwertigen Materialien, die bei Speicheröfen eingesetzt werden, die excellente Technologie, der Brennstoff Holz und die elegante Ausstattung machen den Speicherofen zu einer modernen Feuerstätte, der alle Wünsche des Betreibers erfüllt und den hohen Anforderungen von Kosten, Energie und Umwelt Rechnung trägt.

  • Lange Wärmespeicherung
  • Verzögerte Wärmeabgabe durch bis zu 12 cm dicke Schamottsteine – bis zu 210 kg Speichermasse
  • Wohltuende und gesunde Strahlungswärme
  • Nur 8-9 kg Holz für bis zu 12 Stunden Wärmeabgabe
  • Allergie freundlich durch geringe Luft- und Staubzirkulation
  • Verschließbare Konvektionsluftöffnungen
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Entspricht der II. Stufe der BImSchVI ( ab 2015 )